Skandia, der Spezialist für Fondsgebundene Lebensversicherungen, hat keine Sorgen wegen der Börsenkrise. Skandia-Vorstand Hermann Schrögenauer erzählt im Interview über den Verkaufsboom den Skandia seit Herbst verzeichnet und warum die aktuelle Börsensituation kein Anlass zur Besorgnis ist.
Es steht längst schon fest: die staatliche Pension ist kaum ausreichend um den bisherigen Lebensstandard halten zu können. Es ist Zeit auch privat vorzusorgen. Angebote um dies zu tun, gibt es viele. Ausgerechnet in Zeiten der wankenden Börsen und umstrittenen Investmentgesellschaften, greift ein Großteil der Österreicher zur Fondsgebundenen Lebensversicherung. Skandia ist der erfolgreichste Anbieter auf diesem Gebiet und erfreut sich nach Angaben des Pressesprechers und Vorstand Hermann Schrögenauer an einem regelrechten Verkaufsboom. Im Interview erläutert uns Hermann Schrögenauer mit seinem fundierten Investmentwissen das Anlageverhalten der Österreicher.
Seit Ende des vergangenen Jahres gab es an den Börsen massive Kurseinbrüche. Wie sehr wirkt sich das auf den Verkauf Ihrer Fondsgebundenen Lebensversicherungen aus?
„Gar nicht, im Gegenteil. Man muss nur rechtzeitig mit Produktinnovationen auf neue Situationen reagieren.“
„Wir haben im Herbst vorigen Jahres eine neue Lebensversicherung auf den Markt gebracht, die sehr flexibel ist. Der Kunde hat die Wahl, ob er eine gemanagte Variante will, Einzelfonds, eine Kapitalgarantie, eine Einmalzahlung tätigen will oder lieber laufend anspart, Teilbehebungen durchführen oder Ertragsabsicherung vornehmen möchte – was auch immer. Dieses Produkt heißt Skandia Life Time. Schließlich spart ein Kunde bei uns 20 Jahre und länger auf sein Ziel – da ist es uns ein Anliegen, Produkte zu kreieren, die sich an die jeweilige Lebenssituation flexibel anpassen.“
„Wir haben seit Herbst vorigen Jahres, also seit Einführung von Skandia Life Time, einen wahren Verkaufsboom erlebt. Unsere Kunden greifen ganz unabhängig von der jeweiligen Börsensituation immer wieder gerne auf die Fondsgebundene Lebensversicherung zurück.“
„Selbstverständlich. Speziell die Immobilienkrise hat die Branche und auch die Beraterlandschaft fast traumatisiert – man musste sich plötzlich überlegen, mit welchen Argumenten man diese Situation den Kunden erklärt. Zudem bin ich der Meinung, dass zuvor auch in Österreich das Vehikel Immobilienaktie stark überhitzt verkauft wurde. Dadurch entstanden unausgewogene Kundenportfolios. Die Enttäuschung der Anleger über die Performance ihrer Portfolios hat dann den Einbruch an den wiener Immobilienmärkten verstärkt.“
„Wir überprüfen die Beraterqualität jährlich über ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut. Da zeigt sich, dass unsere Kunden mit der Qualität und er Seriosität ihrer Berater sehr zufrieden sind. Unsere Kunden haben auch verstanden, dass es sch bei einer Fondsgebundenen Lebensversicherung um ein langfristiges Investment handelt. Zu Zeiten einer Börsenkorrektur, wie wir sie derzeit erleben, wird der Unterschied deutlich: Kunden einer Fondsgebundenen Lebensversicherung sind bei weitem nicht so verunsichert wie Kunden von Direktinvestments, die dann wöchentlich in ihr Depot reinschauen.“
„Meiner Meinung nach ist das Schlimmste bereits vorbei.“
„Ja, sogar noch konservativer als der deutsche Anleger, und der ist im internationalen Vergleich schon sehr risikoavers. Die Briten sind in Fragen des Aktien-Exposures wesentlich risikofreudiger – aber das ist eine andere Kultur, da gibt es andere Traditionen.“
„Ich darf Prof. Bernd Marin zitieren: Die Pensionslücke ist alles andere als geschlossen. Die durchschnittliche Prämie, die in Österreich von jenen, die schon privat vorsorgen, bezahlt wird, müsste doppelt so hoch sein, um den Lebensstandard halten zu können. Anders gesagt: Zwar haben schon zwei Drittel der Österreicher eine private Vorsorge, aber die ist um die Hälfte zu gering.“
„Österreich ist immer noch sehr konservativ. Hierzulande verlässt man sich gern auf den Staat. Dabei ist das staatliche System sehr stark im Umbruch: weg vom Umlageverfahren, hin zum Kapitaldeckungsverfahren. In Schweden wurde diese Problematik schon sehr früh erkannt, bei uns dauert das leider sehr, sehr lange. Da wird es für gewisse Altersgruppen ein sehr böses Erwachen geben.“
„Je früher, desto besser. Sehen Sie sich einfach die Planrechnungen an. Da kommen unglaubliche Summen heraus, wenn Großeltern über 20 Jahre monatlich 50 Euro für ihr Enkerl in eine Fondsgebundene Lebensversicherung investieren.“
„Wir schließen uns in dieser Frage der Meinung der internationalen Investmenthäuser an, die für heuer noch ein sehr schwieriges Jahr mit einigen Seitwärtsbewegungen prognostizieren. Es zeichnet sich auch kein genereller Trend ab, der sich deutlich herauskristallisiert. 2009 sollten die Börsen aber wieder steigen.“