Das Kapital ist bestens geschützt

Gerhard Hopfgartner, Market Manager bei Skandia Österreich, spricht über die unverzichtbare Rolle effizienten Ablaufmanagements und warum sich der Einstieg in eine Fondspolizze auch in Krisenzeiten lohnt.

Wie haben Ihre Kunden auf den Börsencrash reagiert?

Die dramatischen Kursstürze stecken unseren Kunden nach wie vor in den Knochen. Gefordert wird eine immer stärkere Flexibilität, sprich eine lebensbegleitende Vorsorge, die jederzeit kurzfristig auf die Höhen und Tiefen im Leben wie im Markt reagieren kann. Auch Transparenz und leichte Verständlichkeit der Produkte sind wichtiger denn je.

Ob heute oder in Zukunft, für Anleger, deren Verträge sich dem Ende zuneigen, kann sich ein solches Szenario gravierend auf die Ablaufleistung einer Fondspolizze auswirken. Wie steuern Sie dagegen?

Das Zauberwort heißt Ablaufmanagement. Das bedeutet, das Gesamtguthaben in den letzen Jahren vor Ablauf vor Vertragsablauf Zug um Zug in risikoärmere Anlageformen umzuschichten.

Wie lange vor Rentenbeginn sollte man Ihrer Meinung nach damit beginnen, einen Teil des Depots in schwankungsärmere Investments wie Anleihen-, Immobilien-, Geldmarktfonds etc. umzuschichten?

Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Ich empfehle, sich fünf Jahre vor Ende des Vertrages über ein ablauforientiertes Management Gedanken zu machen.

Der Skandia Active Mix beispielsweise beinhaltet ein solches Ablaufmanagement. Wie ist dieses ganz prinzipiell konstruiert, wie wird es umgesetzt?

Mit diesem Ansatz ermöglichen wir unseren Kunden, ihr angespartes Kapital gegen Ende der Laufzeit noch besser zu schützen. Durch automatisches, sukzessives Umschichten der Veranlagung in einen selbst gewählten konservativen Zielfonds ist das Investment somit geringeren Kursschwankungen ausgesetzt.

Fühlt sich so mancher Sparer nicht mit der Entscheidung überfordert, geeignete Fonds selbst auszuwählen?

Wie intensiv sich ein Kunde mit einer Vorsorge auseinandersetzt, ist ganz unterschiedlich. Finanzaffine Anleger suchen sich ihre Produkte gerne selbst aus. Beim Active Mix etwa können sie auf über 100 Investmentfonds der verschiedensten Anlagekategorien zugreifen. Weniger Erfahrene lagern diese Aufgabe gerne an Experten aus.

Besteht ein Unterschied zu Life-Cycle- bzw. Target-Fonds? Welche Vorteile hat ihr Konzept gegenüber deren Ansatz?

Der Pluspunkt liegt darin, dass jederzeit risikoärmere Fonds wie auch der Beginn des Ablaufmanagement frei gewählt werden können. Bei Zielsparfonds ist eine freie Investmentwahl nicht möglich. Doch wer kann schon wissen, wie sich die Märkte im Laufe der kommenden zehn, zwanzig Jahre und länger entwickeln werden.

Mit welchen Argumenten motivieren Sie einen Anleger, sich gerade jetzt für eine Fondspolizze zu entscheiden?

Generell muss man immer wieder betonen, dass Fondsgebundene Lebensversicherungen langfristige Vorsorgeinstrumente sind. Auch auf Bären-Märkten kann mit dem Cost-Average-Effekt über die Laufzeit hinweg eine attraktive Rendite erzielt werden. Die regelmäßige Investition gleich bleibender Beträge ermöglicht es, bei fallenden Kursen mehr Fondsanteile und bei steigenden Kursen eine geringere Zahl zu erwerben.